Enrico De Maria: Olympia zum Dritten

Wir – Flavio Marazzi und ich – waren nun gerade in der Schweiz für zweieinhalb Wochen. Das ist eine Ausnahme in unserem Segler-Alltag. Normalerweise sind wir immer auf Achse. Von Regatta zu Regatta. 

Wir trainieren immer mehrere Wochen am Austragungsort des nächsten Segelwettkampfs. Meine Freundin bleibt jeweils in der Schweiz – ich bin ja schliesslich am Arbeiten –, wir sehen uns also nicht häufig. Das ist der Hauptgrund, weshalb ich langsam etwas müde bin von meinem Jetsetter-Leben. Flugzeug, Auto, Hotel, Hafen – viel mehr kriegen wir in unserem Alltag nicht zu sehen. Und meist ist nicht gerade Badehosenwetter... Die Olympischen Spiele in London dürfen deshalb nun kommen. Weitermachen werde ich danach wahrscheinlich nicht, ich glaube, nach London reicht es. Und wahrscheinlich wird die Starboot-Klasse künftig gar nicht mehr olympisch sein, dann stellt sich die Frage sowieso nicht mehr.

«London 2012» werden bereits meine dritten Olympischen Spiele zusammen mit Flavio sein. In Athen 2004 und in Peking 2008 verpassten wir das Podest mit dem vierten, respektive fünften Platz nur knapp. Unser erklärtes Ziel ist nun ganz klar eine Medaille. Den Nationenplatz für die Schweiz haben wir bereits gesichert. Falls an den Weltmeisterschaften nicht noch ein anderes Schweizer Team besser ist, sind wir in London dabei.

Den ganzen Blogbeitrag von Enrico De Maria lesen Sie im Olympiablog von Swiss Olympic. Text aufgezeichnet von Manuela Ryter.